1.3.1 Einführung

Was genau sind Terme?
Info 1.3.1  
 
Terme sind Rechenausdrücke, die eine Kombination von Zahlen, Variablen, Klammern und geeigneten Rechenoperationen darstellen.


Terme kann man auf zwei Arten interpretieren:
  • Als funktionale Ausdrücke: Wenn man für die im Term auftretenden Variablen konkrete Zahlen einsetzt, so ergibt der Term einen Zahlenwert. Beispielsweise ist x+x-1 ein Term; sobald man x=2 einsetzt erhält man den Wert 3. Auch 2x-1 ist ein Term, dieser Term kann zu x+x-1 umgeformt werden und ergibt daher den gleichen Wert, wenn man x=2 einsetzt. Als symbolischer Ausdruck an sich ist x+x-1 verschieden von 2x-1, als funktionaler Ausdruck sind beide aber gleich: Egal welchen Wert man für x einsetzt, beide Terme ergeben immer das gleiche Endergebnis. Ein Term kann auch an sich einen Wert darstellen, wenn keine Variablen auftreten. Beispielsweise ist 3·(2+4) ein Term mit Wert 18.

  • Als Auswertungsvorschrift: Ein Term kann als eine Art Anleitung interpretiert werden, wie man aus gegebenen Werten (in den Variablen) einen neuen Wert berechnet. Beispielsweise kann man den Term x2 -1 lesen als „Quadriere den Wert in x und ziehe Eins ab“. Er ist verschieden von dem Term (x+1)(x-1), auch wenn gleiche Werte herauskommen. Der zweite Term beschreibt die Auswertung als „Addiere Eins zu x und multipliziere mit dem Wert, der entsteht, wenn man von x Eins abzieht“. Beide Terme sind mathematisch gleich. Man schreibt x2 -1=(x-1)(x+1), stellt aber zwei verschiedene Möglichkeiten dar, den Wert auszurechnen. Je nach Problemstellung kann einer der beiden Terme besser geeignet sein, um das Problem zu lösen.